Freitag, den 28.03.2003 in Ipoh

Deutschland – Neuseeland 3:2 (2:1)

Vorrunde mit weißer Weste überstanden


(dha) - Auch im letzten Vorrundenspiel hat die stark verjüngte deutsche Herren-Nationalmannschaft als Sieger den Platz verlassen. Gegen Neuseeland gewann das Team von Bundestrainer Bernhard Peters letztendlich mühsam aber – angesichts der Vielzahl an Torchancen - verdient mit 3:2 (2:1) und hat sich somit als Gruppensieger für das Finale am Sonntag um 10.30 Uhr MEZ qualifiziert.

Die junge Truppe, bei der heute neben Niklas Meinert und Eike Duckwitz auch Stammtorwart Clemens Arnold nicht eingesetzt wurde, setzte die taktischen Vorgaben des Coaches in den ersten 20 Minuten hervorragend um. Durch schnelle, genaue Seitenwechsel wurde die sonst so starke Raumdeckung der Neuseeländer ein ums andere Mal aus den Angeln gehoben.
Dutzende erstklassiger Chancen kamen dabei heraus. So stand Sascha Reinelt, der heute sehr viele Anteile hatte, aber einen rabenschwarzen Tag in der Chancenverwertung hatte, schon in der zweiten Minute frei vor dem Torhüter der „Kiwis“, konnte aber kein Kapital daraus ziehen. Max Landshut traf mit der ersten Strafecke (6.) das Lattenkreuz, machte es aber nur drei Minuten später besser. Bei seinem dritten Strafeckentor des Turniers düpierte er den Keeper, indem er ihn mit einem flachen Schlenzer zum 1:0 (9.) tunnelte. In der 15. Minute spielte Reinelt nach einem schön vorgetragenen Konter auf Youngster Christopher Zeller ab, der in seinem zweiten A-Länderspiel den Ball am Kreisrand annahm, den Torhüter austanzte und zum 2:0 vollendete. Der Münchner traf in der 23. Minute ebenfalls noch das Lattenkreuz. Gegen Ende der ersten Halbzeit brachte das deutsche Team Neuseeland durch Unkonzentriertheiten dann selbst ins Spiel. Eine Strafecke konnte auf der Linie nur mit dem Fuß abgewehrt werden und Hayden Shaw verwandelte den fälligen Siebenmeter gegen Ersatzkeeper Ulrich Bubolz sicher zum 1:2 (30.).

Die Halbzeit-Standpauke von Bernhard Peters zeigte erst einmal keine Wirkung, denn die Chancenverwertung blieb schwach. „Es kann nicht sein, dass wir ein Dutzend 100-prozentige Torchancen vergeben“, ärgerte sich der Trainer-Perfektionist später. Neuseeland profitierte vom zwischenzeitlichen Durcheinander und kam zum 2:2 (44.), als Wayne McIndoe bei einem Freischlag am Kreis rechts unbeaufsichtigt blieb und freie Schussbahn hatte.
Doch die junge Mannschaft bewies, dass sie ähnliche Qualitäten hat, wie das Team, das ein Jahr zuvor ebenfalls in Malaysia Weltmeister wurde (beim Sultan-Azlan-Shah-Cup sind nur neun von 18 Weltmeistern am Start). Es fand selbst den Weg aus der kleinen Krise und übernahm wieder die Kontrolle des Spiels. Angetrieben von einem durchweg starken Mittelfeld wurden nun wieder Torchancen am Fließband produziert.
In der 53. Minute führte Youngster Jan Gehlen, der eine ganz starke Partie auf der linken Abwehrseite ablieferte, einen Freischlag auf Christoph Bechmann schnell aus, der den Ball per Rückhandstecher als Bogenlampe über den Torhüter zum 3:2-Siegtreffer ins Gehäuse beförderte. Da auch danach weitere Chancen sträflich ausgelassen wurden, wobei auch Justus Scharowsky neben Reinelt heute das Pech am Schläger zu kleben schien, blieb es bis zum Ende spannend. Doch auch eine letzte Strafecke zwei Minuten vor dem Ende brachte für Neuseeland keinen zählbaren Erfolg mehr.

Bernhard Peters war abgesehen von der Chancenverwertung sehr zufrieden: „Dass die Mannschaft unter den klimatischen Bedingung und mit dem Trainingsrückstand auf die anderen Teams hier vier Siege eingefahren hat, ist mehr als ich erwartet habe.“ Torhüter Clemens Arnold war nach dem Match auch zu einem Tipp für das Finale bereit, für das der Gegner zurzeit zwischen Pakistan und Korea ermittelt wird. „Egal, wer der Gegner sein wird – wir gewinnen mit zwei Toren Differenz“, so Deutschlands Nummer eins selbstbewusst.

 

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Spiele (MEZ)
23.03. GER-PAK 4:3
24.03. KOR-GER 0:2
27.03. MAL-GER 1:2
28.03. GER-NZL 3:2
30.03. Endspiel
          GER-PAK 0:1


TORSCHÜTZEN:
09.' 1:0 M.Landshut
15.' 2:0 C.Zeller
30.' 2:1 Hayden Shaw
44.' 2:2 Wayne McIndoe
53.' 3:2 C.Bechmann



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